SOCCER City Fußballinternat

Lebe deinen Traum

Perspektivisch einen Verein höherklassig etablieren...

Da wir momentan unsere Webseite umbauen, haben wir die Arbeit an den Inhalten in den zurückliegenden Wochen und Monaten etwas vernachlässigt.

Aktuelle Informationen sind vorwiegend auf unserer facabook-Seite erschienen, und so haben wir versucht sie immer auf dem Laufenden zu halten.

Heute ein Interview mit Norman Wohlfeld über die Entwicklungsperspektiven unseres Vereins SOCCER City

Der Geschäftsführer von SOCCER City e.V., Torwarttrainer am Keeper Campus SOCCER City und U17-Trainer des JFV Süd 012 Eichsfeld spricht über die Sommercamps, die Entwicklung von Soccer City im Allgemeinen, die Chancen in den Profibereich zu kommen und die Perspektive von SOCCER City.

Norman, die Sommerferien in SOCCER City und auch andernorts sind zu Ende. Wie hast du die diesjährigen Sommercamps wahrgenommen?
Norman Wohlfeld:
Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Grundsätzlich ist es immer schön neue Kinder, die fußballbegeistert sind, kennenzulernen, aber auch altbekannte Gesichter, die bereits zum wiederholten Male an unseren Camps teilnehmen, wiederzusehen. Das Feedback vieler Eltern war sehr positiv. Es waren zudem erneut mehr Kinder als im Vorjahr da. Ein 25jähriges Jubiläum ist immer etwas Besonderes und wir freuen uns jetzt schon auf die noch drei verbleibenden Camps in diesem Jahr. 

Während der Camps liefen zudem die Vorbereitungen auf das neue Schuljahr am Internat auf Hochtouren. Wie ist hier der aktuelle Stand, jetzt wo das Schuljahr bereits begonnen hat?
Norman:
Stand heute sind es 32 interne und ca. 80 externe Internatsschüler. Wir haben im Juniorenförderverein (JFV) Süd012 Eichsfeld mittlerweile 13 aktive Mannschaften von denen wir als SOCCER City e.V. acht leistungsorientiert betreuen. Die Welt rückt immer mehr zusammen und wir wollen bei uns im Eichsfeld einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. 

„Ich fördere den Nachwuchs in meiner Region“ ist ein Motto, dem sich SOCCER City verschrieben hat... 
Norman:
Richtig, aber natürlich auch über die Landesgrenzen hinaus. Es ist schön zu sehen, wenn beispielsweise deutsch-koreanische Freundschaften entstehen und junge Menschen davon sprechen, später einmal gemeinsam durch Deutschland oder Südkorea reisen zu wollen. Zukünftig wollen wir in Zusammenarbeit mit den Stammvereinen die Kräfte noch mehr bündeln.

Über 35 Kinder haben in den letzten Jahren von SOCCER City aus den Sprung an ein Nachwuchsleistungszentrum in Deutschland geschafft. Ist SOCCER City ein reiner Ausbildungsverein oder gibt es für die Zukunft vielleicht auch andere Pläne? 
Norman:
Zunächst einmal ist das natürlich eine Zahl, die uns stolz macht. Wir leben nicht in der Nähe einer Großstadt, folglich ist die Anzahl fußballspielender Kinder und Jugendlicher überschaubarer als das in Berlin der Fall ist. Es zeigt vor allem, dass unsere Trainer in SOCCER City gute Arbeit leisten.
Wir haben drei Trainer mit A-Lizenz, zwei weitere mit der DFB Elite Jugend Lizenz und zwei Trainer, die im Besitz der B-Lizenz sind. Ein vom Staat subventioniertes Nachwuchsleistungszentrum wie beispielsweise das von Rot Weiss Erfurt kann das nicht vorweisen.
Wenn ein Spieler bereits in der U15 nach Erfurt geht, wünsche ich demjenigen viel Erfolg, gebe aber auch zeitgleich immer zu bedenken, dass dies eventuell zu früh ist. 

Vor einigen Jahren erschien ein Artikel von Professor Arne Güllich über die DFB-Frühförderung im Fußball. Viele Eltern denken, je schneller mein Kind an ein NLZ kommt, desto höher sind die Chancen das es einmal Profi wird. Wie stehst du dazu und welche Chancen siehst du vor diesem Hintergrund für Soccer City? 
Norman: Den Artikel kenne ich. Letztlich sagt er, dass die Früherkennung eines Talentes nahezu unmöglich ist. Kinder, die in frühen Jahren an ein Nachwuchsleistungszentrum geholt werden, sind zwei Jahre später schon nicht mehr da. Eine kindgerechte Entwicklung ist somit kaum möglich.
Auch wir erachten es als schwierig einen jungen Menschen immer und immer wieder aus seinem gewohnten Umfeld (Verein, Freunde, Schule) zu reißen, noch dazu wenn der potentielle neue Verein nicht höherklassig spielt und wir sogar die vom DFB besser ausgebildeten Trainer haben.
Hinzu kommt, dass an einem NLZ der Druck nochmal um ein Vielfaches höher ist.
Kinder und Jugendliche, die vielleicht in ihrer körperlichen Entwicklung noch etwas hinten anstehen, drohen früher oder später am Leistungsdruck zu zerbrechen und aussortiert zu werden.
Bei uns bekommen die Spieler nicht nur ein professionelles Training, sondern in einem sicheren Umfeld auch die Zeit, die sie brauchen, um sich sowohl schulisch als auch sportlich bestmöglich zu entwickeln.
Letztlich hat man für jedes Kind, welches einem anvertraut wird auch immer eine Gesamtverantwortung.

David Vogt war fast vier Jahre in SOCCER City und ging erst im A-Jugendalter nach Erfurt ins NLZ. Wie siehst du seine Entwicklung?
Norman: David ist hinsichtlich der Frage des richtigen Zeitpunktes eines Wechsels ein sehr gutes Beispiel. Klar hätte er vielleicht auch schon in der U14 oder U15 nach Erfurt oder Jena gehen können. Stattdessen entschied er sich bis zum Ende der U17 bei uns zu bleiben. Seine sportlichen Leistungen waren konstant gut, seinen schulischen Leistungen waren stabil, ein Wechsel nach Erfurt machte folglich Sinn. Bereits im zweiten A-Juniorenjahr erhielt er schließlich auf Grund guter Leistungen einen Vertrag  bei den Profis.
Auch wenn Vogti ein richtig guter Junge ist, bezweifle ich es, dass er es geschafft hätte wenn er schon in der C-Jugend nach Erfurt gegangen wäre. 

Wie bewertest du den Wechsel eures langjährigen Trainers und Internatsleiters Benedikt Seipel zu RB Leipzig?
Norman: In erster Linie freue ich mich für ihn. Auch dieser Wechsel ist Ausdruck unserer aller Arbeit. SOCCER City ist eine Ausbildungsstätte für Spieler und Trainer und ich bin mir sicher, dass er in Leipzig nochmal eine ganz neue Perspektive vermittelt bekommt. Dort erworbenes Wissen wird unseren Talenten perspektivisch zu Gute kommen. Benedikt ist nach wie vor auch noch für SOCCER City tätig und schaut mit Beginn der neuen Saison ganz genau hin wie sich die Talente an unserem Internat entwickeln. Ich gehe stark davon aus, dass früher oder später die ersten Spieler zu einem Probetraining nach Leipzig eingeladen werden. 

Welche Ziele haben du und das das gesamte SOCCER City Team für die kommenden Jahre?
Norman: Zukünftig wollen wir als SOCCER City e.V.  gemeinsam mit dem JFV Süd012 Eichsfeld unsere Bedingungen Schritt für Schritt verbessern und perspektivisch auch im Männerbereich, einen Verein etablieren, der höherklassig spielt.
Die Arbeit an der Basis mit unseren jüngsten Fußballerinnen und Fußballern ist uns dabei sehr wichtig. Neben dem Vereinsergänzenden Förderunterricht ist es nunmehr möglich ab der U10 bereits regelmäßig unter der Anleitung professioneller Trainer zu trainieren. 

Kann SOCCER City das alles allein bewältigen? 
Norman: Natürlich nicht. Eltern, Verwandte, der JFV Süd012 Eichsfeld, Sponsoren aus der Region und wir als Verein müssen alle an einem Strang ziehen. Nur gemeinsam können wir etwas bewegen, was auch nachhaltig ist und Substanz hat.
Sämtliche Vereine in der Region würden davon profitieren, denn eines muss man an der Stelle auch ganz deutlich sagen, nur die wenigsten Spieler werden später einmal höherklassig spielen. Die, die es nicht bis ganz nach oben schaffen, haben dann trotzdem eine gute Ausbildung genossen. Insgesamt kann Fußball vor dem Hintergrund einer kindgerechten Erziehung einen großen und wertvollen Beitrag leisten. Diesem Bildungsauftrag haben wir uns verschrieben, daran wollen wir mitwirken.

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